Kastrationsaktion Herbst 2025
Ende 2023 lernte ich meinen Jerry bei meinem damaligen Hotel kennen und verliebte mich in ihn. Und obwohl dort noch ganz viele andere tolle Katzen lebten, wie zum Beispiel seine Mama (oder Schwester) Honey (ich wollte schon immer gerne ein rotes Katzenmädchen), entschied ich mich zum Schluss dafür, Jerry ein Zuhause zu geben, denn ich konnte leider nur einen aufnehmen. Ich war wirklich bis zum letzten Tag hin- und hergerissen, doch Honey war nicht ganz so menschenbezogen wie Jerry. Jerry war von Anfang an derjenige, der die meisten Streicheleinheiten brauchte. Eines nachts kam er einfach durchs offene Fenster gesprungen und ich wachte mit einem eng an mich gekuschelten Jerry auf.
Seitdem wollte ich aber zumindest seine restliche Familie kastrieren lassen, damit sie wenigstens ein etwas besseres Leben führen konnten. Natürlich Honey und auch Toffee, an die ich besonders oft gedacht habe. Aber auch noch zwei andere süße Kater und einige Katzen, die nicht ganz so zutraulich waren.
Ich wollte also so schnell wie möglich wieder hin fliegen, um die Kolonie kastrieren zu lassen. Leider konnte ich dann immer nicht fliegen.
Im Oktober 2025 war es endlich soweit und ich konnte zurück in meine zweite Heimat. Und wir starteten zu zweit mit zwei Tierärztinnen unsere erste eigene Kastrationsaktion. Ich hatte vorher Spenden gesammelt und Claudia, mit der ich die Aktion zusammen machte, hat auch einen großen Teil übernommen.
Ich flog ein paar Tage eher hin, um vorher noch ein bisschen Urlaub zu machen – so war zumindest der Plan. In Wirklichkeit ist es schwer, dort völlig abzuschalten und nicht an die vielen Katzen zu denken. Außerdem war ich sehr gespannt, welche Katzen nach zwei langen Jahren noch dort waren. Ich hatte so gehofft, zumindest Honey und Toffee wiederzusehen.
Als ich spät abends ankam, kam mir schon die erste Katze entgegen. Eine neue Unbekannte. Auch die nächsten Tage traf ich viele tolle Katzen, aber von Jerrys alter Familie keine Spur.
Man sah aber schon, dass die meisten Katzen dort Nachkommen der alten Kolonie waren. Eine rote Katze verwechselte ich dann auch mit Honey – wahrscheinlich weil ich so gehofft hatte, sie wiederzusehen – aber sie war es nicht.
Nach ein paar Tagen, als ich gerade in mein Mietauto stieg, sah ich im Rückspiegel auf einmal – Toffee! Zumindest bin ich mir ziemlich sicher, dass sie es war. Sie ist eine Langhaar Katze, die nicht sooo oft dort vorkommen. Kann eine Katze genau die gleiche Fellzeichnung und Charakter haben wie eine andere? Und dann noch genau am selben Ort... Also ich denke, dass es Toffee war.
Die Inhaber des Hotels, ein nettes altes Ehepaar, haben auf dem Grundstück auch ihr Haus und die liebe Frau, Maria, hat zum Glück ein Herz für Katzen und hat drei der Katzen „aufgenommen“. Und dazu gehört auch Toffee. Also die drei bekommen bei ihr etwas zu fressen.
Die vielen anderen Katzen, die auf dem großen Hotelgrundstück leben, werden weiter hinten auch ein wenig von Menschen versorgt, die dort leben.
Aber natürlich sind sie trotzdem immer hungrig, denn es reicht nicht, um alle täglich satt zu bekommen.
Ein paar Tage und zumindest einige kurze Auszeiten am Strand später, startete dann unsere Kastrationsaktion.
Ich konzentrierte mich wie gesagt auf meine Hotelkatzen, während Claudia sich um einige der vielen Katzen um ihre Unterkunft herum kümmerte. Fünf Tage hatten wir Zeit, mit den Tierärztinnen zusammen so viele Katzen wie möglich kastrieren zu lassen.
Am ersten Tag konnte ich fünf Kater kastrieren lassen. Alles ganz besonders schmusige Schätze, die am liebsten jede Nacht in meinem Bett schlafen wollten. Es gab allein schon sechs so hübsche getigert-weiße Kater in verschiedenen Altersgruppen, alles Brüder oder vielleicht ist auch einer von ihnen der Vater. Und einer verschmuster als der andere. Ich hätte sie schon wieder alle mitnehmen können...
In den nächsten Tagen folgten drei weitere Kater und drei Katzen. Davon natürlich auch Toffee und Honey 2.


Außerdem konnten wir einige Katzen aus Akrotiri kastrieren lassen. Die Kolonie trafen wir, als ich dort für eine Touristin nach drei Katzen geschaut habe, die ihr am Herzen lagen und die möglichst auch kastriert werden sollten. Eine davon trafen wir auch tatsächlich und ließen sie kastrieren. Dort sind aber auch noch sehr viel mehr Katzen, die wir nicht alle geschafft haben.



Am Ende unserer Aktion waren dann insgesamt 37 Katzen kastriert. Ein voller Erfolg zu zweit in nur fünf Tagen!
Ich möchte mich auch hier nochmal von Herzen für die vielen Spenden bedanken, denn ohne sie wäre das nicht möglich gewesen.
Natürlich gibt es noch sehr viel mehr zu tun und die nächste Aktion soll so schnell wie möglich stattfinden, in der ich die restlichen Hotelkatzen kastrieren lassen möchte. Dafür sind wir weiterhin auf Spenden angewiesen, um so vielen Katzen wie möglich ein besseres Leben zu ermöglichen.
